Boorberg Verlag

Professionelle Software für den NSL-/IS-Betreiber

27.08.2004

Professionelle Software im Leitstellenbereich/für die Alarmverfolgung

Ein Leitstellensystem unterstützt in einer Notrufleitstelle die Objektdatenverwaltung und die rechnerunterstützte Abarbeitung von objekt- und ereignisspezifischen Interventionsvorschriften. Die erforderliche Software ist für Sicherheitsdienste und im Werkschutz einsetzbar. Nach einer Alarmauslösung läuft auf dem Bildschirm eine Maßnahmenbearbeitung ab, die alle durchzuführenden Aktionen vorgibt, die in der Datenbank abgelegt sind. Dem Anwender steht ein Protokollierungssystem aller Daten mit einer Vielzahl von Analysemöglichkeiten zur Verfügung. So hat er die Möglichkeit, über dieses System dem Kunden Auskunft über Ereignisse und Meldungseingänge seines Objektes zu geben.

Leitstellensystem AM/Win

Das Leitstellensystem AM/Win entspricht diesen Anforderungen. Es empfängt die Schalt- und Alarminformationen von den diversen marktverfügbaren digitalen Empfangszentralen in den verschiedenen Übertragungsformaten.
Nach einer Alarmauslösung in einem aufgeschalteten Objekt, läuft auf dem Bildschirm eine spezifisch vorgegebene Maßnahmenbearbeitung ab, die alle vom Leitstellenpersonal durchzuführenden Aktionen detailliert vorgibt. Der NSL-Mitarbeiter hat dabei Zugriff auf alle relevanten Objektdaten. Das System protokolliert automatisch alle erbrachten Dienstleistungen.

Programmoptionen

Ausgehend von diesen Grundfunktionalitäten einer Leitstellenlösung ermöglicht AM/Win dem NSL-Betreiber jederzeit die modulare Erweiterung um verschiedene Programmoptionen:
  • Automatische Faktura der Grund- und Ereignisgebühren;
  • Telefonie-Integration und intelligente Rufverteilung;
  • Statistiken und Auswertungen zu den Stamm- und Ereignisdaten;
  • Gezielte Verfolgung und Dokumentation der Schlüssel-Logistik;
  • Automatische Generierung eines elektronischen Wachbuches;
  • Integrierte Verwaltung des VdS-Attestes (VdS 2529);
  • Integration von Video-Alarmaufschaltungen;
  • Visualisierung der Objektpositionen mit Map & Guide;
  • Unternehmensweiter Leitstellenverbund mit Alarmweitergabe an Interventionsstellen.

Ablauf

Durch die Telefonie-Integration erreicht der Leitstellenbetreiber einerseits eine lückenlose Dokumentation bei abgehenden Telefonaten. Andererseits können die eingehenden Anrufe gezielt auf das NSL-Personal verteilt werden, wobei dem Anwender direkt die Objektinformationen zur Anzeige gebracht werden. Dadurch kann der Personaleinsatz und die Bearbeitungsqualität verbessert werden.
Um der Bereichsstrukturierung innerhalb der Sicherheitsunternehmen gerecht zu werden, unterstützt das System eine Aufsplittung der mit dem Kunden vereinbarten Maßnahmen in NSL- und IS(Interventionsstellen)
-Tätigkeiten, die erst notwendig werden, wenn tatsächlich eine Intervention durchgeführt werden muss. Die Interventionsanforderung erfolgt elektronisch; d.h. aus der Alarmbearbeitung in der NSL erzeugt der Mitarbeiter einen Unteralarm, der dann die für die Intervention verantwortliche IS alarmiert. Die IS verfügt grundsätzlich über einen nahezu identischen Funktionsumfang des Leitstellensystems. Allerdings erfolgt auch hier die Konzentration auf die Steuerung der Alarmverfolgung. Für den Kunden werden alle Informationen aus diesem in zwei Bereichen parallel bearbeiteten Alarmfall in einem Alarmprotokoll zusammengefasst. Die Alarmverteilung kann dem Alarmverfolger auch direkt in seinem Fahrzeug angezeigt werden.

Videosysteme

Videosysteme als Server-Client-Lösungen können auf jedem Alarmarbeitsplatz verfügbar sein. Die Integration der herstellerspezifischen Video-Clients in die Leitstellensoftware hat folgende Vorteile:
  • Alle Video-Alarme können gleichberechtigt auf allen Arbeitsplätzen bearbeitet werden;
  • Der NSL-Mitarbeiter verfügt immer über seine gesamte Infrastruktur des Arbeitsplatzes und kann auf alle zentral verwalteten Kundendaten zur Bearbeitung zugreifen;
  • Alle durch die Leitstellensoftware gegebenen Zusatzfunktionalitäten (Telefonie, Alarmweitergabe, automatische Faktura) sind auch bei Video-Alarmbearbeitungen anwendbar.

Praxishinweise

  • Die Software ist als eine datenbankorientierte (SQL Server) Windows-Applikation realisiert, die dem Anwender alle Funktionalitäten mit den standardisierten Windows-Bedienelementen zur Verfügung stellt.
  • Durch die individuelle grafische Gestaltung der Alarmpläne ermöglicht das System nicht nur die Verwendung der üblichen Begriffe, sondern auch die Möglichkeit, spezielle Kundenwünsche in der Definition zu berücksichtigen.
  • Der Bediener erstellt die Alarmprotokolle selbst. Die Inhalte können automatisch als Textbaustein in die Rechnungsstellung übernommen werden.
  • Das Software-System unterstützt alle marktüblichen Empfangszentralen. Die Softwarefirma leistet einen 24-Stunden Servicedienst über DFÜ-Zugänge mit Fernwartung.
  • Eine detaillierte Vergabe von Benutzerrechten ist möglich. Dadurch kann - je nach Ausbildungsstand des Bedieners - eine Funktionsliste mit freigegebenen Anwendungen zusammengestellt werden.
  • Das Software-System ist eine modular aufgebaute Leitstellensoftware mit Erweiterungsmöglichkeiten von der Einplatzvariante bis zum Mehrplatzsystem mit automatischer Fakturierung und diversen Zusatzoptionen.
  • Die Software kann nicht nur auf den Kunden, sondern auch auf den Anwender angepasst werden, und das bei einem guten Preis-/Leistungsverhältnis und flexiblem Programmierteam.
  • Die Verfügbarkeit breitbandiger Funknetze wird in Zukunft vermehrt zur gezielten Auslagerung relevanter Funktionalitäten und Informationen auf mobile Endgeräte führen. Dadurch können Einsatzkräfte objektspezifische Informationen zur installierten Technik online abrufen.
  • Auch die Anbindung von Partnerunternehmen (z.B. Anlagenerrichter) über das Internet stellt eine interessante Zukunftsperspektive dar. D.h., der für die Technik verantwortliche Errichterbetrieb kann den Status seiner Anlage aus dem Leitstellensystem abrufen/einsehen und gezielte Wartungsmaßnahmen einleiten.

Autor: Hans-Peter Hirschmann

Anlass: Leitstellensystem AM/Win

Das Leitstellensystem AM/Win unterstützt die Objektdatenverwaltung und die rechnerunterstützte Abarbeitung von objekt- und ereignisspezifischen Interventionsvorschriften. Verschiedene Programmoptionen ermöglichen eine modulare Erweiterung. Die Software ist eine datenbankorientierte Windows-Applikation.

Sachbereich: B2 Prävention - Organisations- und Führungskonzepte

Schlagwörter: Alarmverfolgung, Notruf- und Serviceleitstelle, NSL, Interventionsstelle


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