Boorberg Verlag

Nachrichtendienste zwingen Unternehmen ins „Darknet“

11.06.2014

Um die Kommunikation von Whistleblowern und Journalisten besser zu schützen, wurde vor 15 Jahren das Darknet gegründet. Bei dem verschlüsselten und getarnten Datentransport bleiben nicht nur die IP-Adresse des Darknet-Servers geheim. Es werden auch alle an der Darknet-Sitzung beteiligten Rechner von der Datenkommunikation gereinigt.

Die Verweise auf die im Darknet gespeicherten Daten werden mehrfach verschlüsselt und getarnt. Dadurch lässt sich der physikalische Speicherort von Außenstehenden nicht mehr rekonstruieren.

Besonders im Sommer 2013 stieg das Interesse der Unternehmen an den Systemen mit geheimen Internetadressen und besonders abgesicherten Zugangswegen. Grund war die NSA-Affäre. Die Unternehmen sehen das Darknet als einzige Möglichkeit, ihre Daten vor Spionageagenten und den Nachrichtendiensten zu schützen.

Quellen

Peter Welchering: Beschnüffelte Unternehmen suchen die dunkle Seite in: FAZ vom 27.05.2014

Autor: Bückmann, Anna Kristina

Anlass: Flucht von Unternehmen ins Darknet

Dank Industriespionen und den Ermittlungen der Nachrichtendienste flüchten Unternehmen ins „Darknet“, einem Ort mit besonders gesicherten Zugangsroutinen. Die Unternehmen lagern dort ihre Daten, ohne Spuren zu hinterlassen. Dass auch Online-Kriminelle und Hacker das Darknet nutzen, bereitet den IT-Verantwortlichen der Unternehmen Sorge. Die „dunkle Seite“ des Netzes sehen sie jedoch als einzige Möglichkeit für eine sichere Datenverwaltung an.

Sachbereich: A1 Aktuelles und Grundlagen - Sicherheit im Wandel der Gesellschaft

Schlagwörter: Darknet, Industriespionage, NSA-Affäre, Nachrichtendienste, Hacker, Online-Kriminalität


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