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Hamburg: Größter Polizeieinsatz in der Geschichte der Stadt

28.03.2017

Hamburgs Polizeipräsident Ralf-Martin Meyer berichtete auf dem 2. Forum Sicher­heit über die beiden politischen Großereig­nisse, die Hamburg aktuell beschäftigen. Sein Beitrag zum OSZE-Treffen im Dezem­ber und dem kommenden G20-Gipfel im Juli stieß auf nachhaltiges Interesse.

Sowohl für das OSZE-Treffen als auch den Gipfel gelten die polizeilichen Ziele:

1. Schutz der Gipfelteilnehmer und der 6.500 Delegierten von 14 Organisationen und bis zu 4.000 Journalisten,

2. Gewährleistung einer störungsfreien Veranstaltung,

3. Verhinderung von Terroranschlägen,

4. Gewährleistung der Versammlungsfreiheit. Das alles mit möglichst geringen Einschrän­kungen für die Bevölkerung. Man verzichtet auf den Bau hoher Zäune, sondern setze im Sinne der offenen Stadt Hamburg auf Präsenz durch Polizeibeamte.

Beeindruckende Zahlen

Präsident Meyer betonte vor den Teilnehmern des Forum Sicherheit, dass die Polizei auf dem Konzept des OSZE-Treffens aufbaue und beeindruckte mit den Planzahlen des größten Polizeieinsatzes in der Geschichte Hamburgs:

  • 18.000 Polizeibeamte aus dem gesamten Bundesgebiet sind im Einsatz
  • 500 bereitgestellte Haftplätze für gewalttä­tige Demonstranten
  • Urlaubssperre für die Hamburger Polizei
  • Stab des Polizeiführers wird auf 70 Beamte erweitert
  • 92 Hotels wurden gebucht mit mind. 36.000 geplanten Übernachtungen.
  • 300 Polizisten sind während des Gipfels für die Öffentlichkeitsarbeit der Polizei tätig
  • Rund um die Messehallen werden zwei Si­cherheitszonen eingerichtet.
  • Eine Sicherheitszone rund um das Rathaus Hamburg wird eingerichtet.
  • Weitere temporäre Sicherheitszonen können je nach Lageentwicklung eingerichtet werden
  • 14 Einsatzabschnitte werden gebildet
  • Raumschutz für die An- und Abfahrten zum Flughafen Hamburg

Rückblick OSZE

Bereits zum OSZE-Gipfel beeindruckte die Hamburger Polizei mit großem Engagement. Rund 14.000 Polizisten waren im Einsatz, das sind ca. 200 pro anwesendem Minister. Für die Unterbringung der Polizisten aus anderen Bundesländern mussten im Dezember 2016 insgesamt 78 Hotels angemietet werden. Für den größten Polizeieinsatz des Jahres in der Hansestadt standen unter anderem zehn Hubschrauber, 23 Wasserwerfer und 37 Polizei­pferde zur Verfügung. Die Veranstaltungsorte, Messehallen und Rathaus wurden mit Gittern auf mehr als sechs Kilometern Länge abgerie­gelt. Meyer betonte aber auch das besondere Engagement der Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Dem Gesamteinsatzleiter Hartmut Dudde sei es gelungen, dass die während des OSZE-Gipfels eingesetzten Polizeibeamten sich nicht nach dem Motto "Kopf-runter-­Mentalität" mit Smartphone beschäftigten, sondern freundlich und aufmerksam vom Bürger wahrgenommen wurden.

Lösung für Sicherheitsdienste in Sicht

Aus dem Plenum des Sicherheitsforums wurde das während der OSZE aufgetretene Problem der Zufahrt im täglichen Dienst von Sicherheitsdienstleistern und Interventions­kräften der Sicherheitswirtschaft in die Sicher­heitszonen angesprochen. Präsident Meyer sagte eine Lösung zu.

 

Quelle:

ASW Norddeutschland aus der Zeitschrift "Info Sicherheit" Ausgabe 1/2017 S. 21

Autor: Kapinos, Klaus

Anlass: Größter Polizeieinsatz in der Geschichte der Stadt

Hamburgs Polizeipräsident Ralf-Martin Meyer berichtete auf dem 2. Forum Sicher­heit über die beiden politischen Großereig­nisse, die Hamburg aktuell beschäftigen. Sein Beitrag zum OSZE-Treffen im Dezem­ber und dem kommenden G20-Gipfel im Juli, bei dem rund 18.000 Polizisten die Stadt sichern, stieß auf nachhaltiges Interesse.

Sachbereich: B1 Prävention - Sicherheitsanalysen und -konzepte

Schlagwörter: Polizeieinsatz, Hamburg, G20, OSZE, Demonstration


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