Boorberg Verlag

Terrorismus heute

30.08.2010

Terrorismus

Im Rahmen der fortschreitenden Globalisierung entwickelt sich der Terrorismus (vgl. auch Sicherheitsmelder Entwicklung und Straftaten des Terrorismus [Thomas F. Stöcker] vom 30.8.10) heute mehr und mehr zu einem grenzüberschreitenden und transnationalen Phänomen. Aus den Anfängen des Anarchismus entstand in den letzten Jahrzehnten ein überaus gefährliches Instrument, das in seiner unterschiedlichen Form und Ausprägung als Mittel zur umfassenden Durchsetzung folgender Ziele dient:
  • Politische,
  • vermeintlich religiöse und
  • mittlerweile sicherlich auch wirtschaftliche.
Der Iran brachte als weiteres Element die Religion im Kampf gegen die Vereinigten Staaten ins Spiel. Die islamische Revolution 1979 identifizierte daraufhin die USA als den finalen Feindstaat der gesamten islamischen Welt und demütigte Washington dann durch die mehrmonatige Geiselnahme seiner Diplomaten in der Teheraner US-Botschaft.
Dschihad
Die sowjetische Intervention im Jahre 1979 in Afghanistan führte schließlich zu einer Welle der Solidarität in der islamischen Welt für den afghanischen Widerstand. Auch hier wurde bereits zum wiederholten Male versucht, den Dschihad (Heiliger Krieg) auszurufen.
Schon damals führte Bin Laden zunächst sogar mit deutlicher Unterstützung der USA diese Form des Dschihad an. Nach der Niederlage und dem Abzug der sowjetischen Armee 1989 aus Afghanistan setzte er ihn dann konsequent gegen Israel und vor allem gegen die USA fort.

El-Qaida
Die Organisation "El-Qaida" des Bin Laden versuchte weltweit kleine islamische Gruppen und Terrororganisationen anzuwerben. Dass dieses Netzwerk vollumfänglich besteht und nach wie vor funktionstüchtig ist, zeigten deutlich die Ereignisse in Spanien, England, Asien, Irak, Afghanistan und in anderen Ländern.

Medienwirksamkeit

Konsequente Medien- und Öffentlichkeitsarbeit gehören zu den wichtigsten Grundlagen des Terrorismus. Bewusst wählen die Aktionsträger deshalb spektakuläre und äußerst brutale Vorgehensweisen aus, um sich stets medienwirksam zu präsentieren. In der Regel treten diese immer dann in Erscheinung, wenn sich ein politischer Konsens oder mögliche Friedensverhandlungen anbahnen und sich die Terroristen damit eines weltweiten Medienechos sicher sein können.

Angriffe auf Infrastrukturen und Verkehrszentren

Ferner wird der Terrorismus zukünftig, logischerweise unter dem Aspekt einer größeren Nachhaltigkeit seiner Aktionen, die Anschläge auch auf die bestehende Infrastruktur der betroffenen Länder ausrichten. Gerade die Fackel des islamisch-fundamentalistische Terrorismus muss nach Meinung der dortigen Verantwortungsträger stets sehr hell leuchten.
Aus dieser grundsätzlichen Betrachtung heraus kann man durchaus auch die erschreckende Qualität des nächsten sehr großen Anschlages (nach 9/11 in den USA) gedanklich ableiten. Die Selbstmordattentate von Splittergruppen und Einzeltätern der El-Qaida-Organisation werden auch zukünftig auf Verkehrsmittel wie Busse, U- und S- Bahnen sowie den Schiffs- und Flugverkehr ausgerichtet werden.

Brutale Bekämpfung aller Institutionen oder Staaten

Wer nach dem bereits eingeleiteten Abzug der amerikanischen Truppen aus dem Irak an eine deutliche Verbesserung der Gefährdungslage in Europa glaubt, wird in absehbarer Zeit eines Besseren belehrt werden, die Kluft zwischen den Konfliktparteien ist noch viel zu tief.
Ferner kann man mittlerweile durchaus zu glauben geneigt sein, dass eine aktive persönliche Teilnahme an der äußerst brutalen Bekämpfung alle Institutionen oder Staaten, die an einer ehrlichen Strukturentwicklung in den betroffenen Krisengebieten interessiert sind, in verschiedenen Regionen fast schon zum guten Ton zu gehören scheint.

Keine Rücksicht auf die mehr und mehr leidende Zivilbevölkerung

Diese vermeintlichen Wochenendkrieger haben scheinbar ähnlich wie im letzten Balkankonflikt mittlerweile sicherlich schon eine bedenkliche Größenordnung eingenommen und schüren mit ihrem latent destruktiven Verhalten den Konflikt ohne jede Rücksichtnahme auf die mehr und mehr leidende Zivilbevölkerung des jeweilig betroffenen Landes.
Was dies dann noch mit einer notwendigen Verteidigung des Islam und/oder dem angeblichen Schutz seiner Menschen zu tun haben soll, erschließt sich den wo auch immer lebenden, "normal denkenden Bürgern" tatsächlich selbst bei einer tieferen Betrachtung weder auf dem ersten noch auf dem zweiten Blick.

Autor: Thomas F. Stöcker

Anlass: Terrorismus

Terrorismus hat sich bis heute als Mittel zur umfassenden Durchsetzung politischer, vermeintlich religiöser und wirtschaftlicher Ziele ausgeprägt. Medien- und Öffentlichkeitsarbeit gehören zu den wichtigsten Grundlagen bei den Angriffen islamisch-fundamentalistischer Krieger auf Infrastrukturen und Verkehrszentren. Bei der brutalen Bekämpfung aller Institutionen oder Staaten nehmen sie keine Rücksicht auf die mehr und mehr leidende Zivilbevölkerung.

Sachbereich: A2 Aktuelles und Grundlagen - Sicherheitsrisiken/Bedrohungen

Schlagwörter: Bin Laden, Dschihad, Heiliger Krieg, Terrorismus


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