Boorberg Verlag

Von der Sifa zum Betriebssicherheitsmanager

25.04.2012

Von der Sifa zum Betriebssicherheitsmanager

Zu diesem aktuellen Thema wird am 8. November 2012 in Dortmund eine Veranstaltung bei der BAuA stattfinden. Gemeinsam mit dem Verband Deutscher Sicherheitsingenieure e.V. (VDSI), der Bergischen Universität Wuppertal (BUW) und der Hochschule Bochum (HBO) werden von den Veranstaltern
  • Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und
  • International Security Academy (ISA)
alle mit dem Betriebssicherheitsmanagement verbundenen Probleme in der Struktur- und Ablauforganisation, Verantwortlichkeit/Haftung sowie Aus- und Weiterbildung behandelt.
Bei der Veranstaltung "Quo vadis, Sifa?" im Oktober 2011 wurde die Tendenz bestätigt, der Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sifa) die Verantwortung für alle Schutz- und Sicherheitsaufgaben in Unternehmen zu übertragen (vgl. Zukünftige Stellung und Aufgabenbereiche der Fachkraft für Arbeitssicherheit [Michael Sigesmund] vom 24.10.11).

Unfallverhütungsvorschrift zum ASiG

Eine Unterstützung dieser Entwicklung kommt auch von den Berufsgenossenschaften mit den Anforderungen, die in der neuen DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) Vorschrift 2 enthalten sind. Diese reformierte Unfallverhütungsvorschrift zum ASiG war am 1. Januar 2011 in Kraft getreten.
Erstmals gibt es für Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand eine einheitliche und gleichlautende Vorgabe zur Konkretisierung des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG). Im Mittelpunkt der Reform steht das neue Konzept der Regelbetreuung der Betriebe mit mehr als zehn Beschäftigten. Die bei den Berufsgenossenschaften eingeführte alternative Kleinbetriebsbetreuung gilt bei den Unfallkassen ab dem 1. Januar 2013. Die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen unterstützen Betriebe und Verwaltungen bei der praxisgerechten Umsetzung der DGUV Vorschrift 2.

Ganzheitliche Gefährdungsbeurteilung

Zur Gefährdungsbeurteilung gehört Ganzheitlichkeit/Übersicht, d.h. die fachlich richtige Bewertung von Gefahren und Risiken setzt voraus, dass alle Schutz- und Sicherheitsziele mit den Problemstellungen im Unternehmen erfasst werden.
Wer in der Lage ist, diesen Anspruch zu erfüllen, sollte sinnvollerweise auch für die Umsetzung und Steuerung des Gesamtsicherheits-Prozesses zuständig sein. Diese Erfahrung wurde aus der Perspektive "Security" längst bestätigt. Deshalb ist der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) in die Veranstaltung einbezogen worden. Da sich der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) seit kurzem in einem Arbeitskreis mit der Definition und praktischen Ausführung des Betriebssicherheitsmanagements befasst, wird auch diese Perspektive integriert.

Praxishinweis

  • Der Fachkraft für Arbeitssicherheit sollte die Verantwortung für alle Schutz- und Sicherheitsaufgaben in Unternehmen übertragen werden.
  • Berichte aus Unternehmen, in denen ein integriertes Betriebssicherheitsmanagement bereits realisiert wurde, werden einen Erfahrungsaustausch auf hohem Niveau garantieren.

Ausführliche Info und Kontakt unter:
Internationale Security Academy (ISA) e.V., Dortmund
Geschäftsstelle: Pilgerweg 8, 45525 Hattingen, Tel.:+49 (0)2324 26327 und 3927923
Fax: +49 (0)2324 202549, E-Mail: info@isaev.de

Autor: Michael Sigesmund

Anlass: Zusatzqualifikationen Fachplaner Brandschutz, FASI, CE-Koordinator

Die International Security Academy (ISA), zertifizierter Bildungsträger zur Ausbildung von Fachkräften für Arbeitssicherheit, befasst sich auch mit Problemen der Struktur- und Ablauforganisation des Betriebssicherheitsmanagements. Universitäten, Berufsgenossenschaften und der VDI wurden ins Boot geholt bei der Weiterentwicklung der Sifa zum Betriebsmanager.

Sachbereich: C2 Krisenmanagement/Gefahrenabwehr - Betriebliche Gefahrenabwehr

Schlagwörter: Betriebssicherheitsmanager, DGUV Vorschrift 2, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Sifa


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