Boorberg Verlag

Änderung der Sozialversicherungsmeldung/Unfallversicherung - Datenbaustein DBUV

23.06.2011

Änderungen zur Sozialversicherungsmeldung/Unfallversicherung (Datenbaustein Unfallversicherung DBUV)

Die Änderung befasst sich mit dem Datenbaustein Unfallversicherung (DBUV). Die wesentlichste Änderung zum 1.6.2011: "Besondere Sachverhalte" müssen nicht mehr mit einer fiktiven Gefahrentaritstelle gemeldet werden (altes Format DBUV). Ein neues Eingabefeld "UV-Grund" (neues Format DBVU) erlaubt ein transparentes Meldeverfahren.
Für eine kurze Übergangsfrist, bis maximal 31.7.2011 (Meldungen für August 2011), stellen die Annahmenstellen (Krankenkassen), die elektronischen Meldungen selbstständig vom alten Format DBVU in das neue Format DBVU um. Ab August 2011 sind die Annahmestellen ermächtigt, Meldungen zur Unfallversicherung im alten Format nicht mehr zu akzeptieren.

Übersicht aller Änderungen (neues Format DBVU)

Im Rahmen der monatlichen, elektronischen Sozialversicherungsmeldungen durch den Arbeitgeber (Unternehmen) hat sich zum 1.6.2011 das Format des DBUV-Bausteines geändert bzw. wurde es erweitert.
  • Erfassung mehrere Gefahrentarifstellen
Grundsätzlich stehen mit der Änderung des Meldeformats dem Arbeitgeber nicht mehr vier, sondern neun
Gefahrentarifstellen zur Verfügung.
  • Erfassung mehrere Mitgliedsnummern und Berufsgenossenschaften
Gleichzeitig kann zu jeder der neun Gefahrentarifstellen die entsprechende Berufsgenossenschaft sowie die Mitgliedsnummer des Unternehmens im neuen Format erfasst werden.
  • Meldung Besonderer Sachverhalte
Im neuen Eingabefeld "UV-Grund" ist es dem Arbeitgeber nun möglich, "Besondere Sachverhalte" elektronisch zu melden, ohne wie im alten Format erforderlich, eine fiktive Gefahrentarifstelle erfassen zu müssen.
Diese besonderen Sachverhalte sind: 
  • Bestehende Gesetzliche Unfallversicherungsfreiheit (Sozialgesetzbuch VII),
  • Keine Unfallversicherungspflicht aufgrund einer Auslandsbeschäftigung des Mitarbeiters,
  • Arbeitnehmer der Unfallversicherungen (Trägereigene Arbeitnehmer),
  • Unternehmen, die in einer landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft bereits verwaltet werden,
  • Unternehmen, deren Beiträge zur Unfallversicherung nicht nach dem Arbeitsentgelt bemessen wird.
Kennzahlen (Codes) der o.g. Meldegründe
  • B03 = Versicherungsfreiheit SGB VII
  • B02 = Keine UV-Pflicht wegen Auslandsbeschäftigung
  • A07 = Arbeitnehmer der Unfallversicherungsträger
  • A08 = Unternehmen ist Mitglied einer landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft
  • A09 = Beitrag zur Unfallversicherung wird nicht nach dem Arbeitsentgelt bemessen (Kopfpauschale)

Praxishinweise

  • Diese Meldungen können von den Arbeitgebern bis spätestens 31.7.2011 im alten Format elektronisch gesendet werden. Nach diesem Termin endet die Übergangsfrist und die Krankenkassen nehmen ausschließlich Meldungen im neuen Format elektronisch an.
  • Überprüfen Sie ihr Softwareprogramm zur elektronischen Meldung der Sozialversicherung auf die vorgeschriebene Anpassung.
  • Besprechen Sie mit ihren Mitarbeitern oder beauftragten Unternehmen (Steuerkanzlei), welche diese Meldungen monatlich erzeugen und abwickeln, die Neuerungen.

Autor: Dieter Kaiser

Anlass: Sozialversicherungsmeldung

Die Änderung befasst sich mit dem Datenbaustein Unfallversicherung (DBUV). "Besondere Sachverhalte" müssen zum 1.6.2011 nicht mehr mit einer fiktiven Gefahrentaritfstelle gemeldet werden. Ein neues Eingabefeld "UV-Grund" erlaubt ein transparentes Meldeverfahren. Bis 31.7.2011 stellen die Krankenkassen die elektronischen Meldungen selbstständig auf das neue Format DBVU um. Ab August 2011 werden Meldungen zur Unfallversicherung im alten Format nicht mehr akzeptiert.

Sachbereich: A3 Aktuelles und Grundlagen - Sonstige Rahmenbedingungen

Schlagwörter: Sozialversicherungen, Unfallversicherung, DBUV, Lohn- und Gehaltsabrechnung;


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