Boorberg Verlag

Know-how-Schutz der Unternehmen

10.01.2006

Know-how-Schutz

Der Begriff des Know-how ist mehr ein praktischer, als ein juristischer. Er meint sämtliche Kenntnisse, die durch eine bestimmte Erfahrung oder ein spezielles Wissen erworben worden sind und mit denen der Inhaber ein technisches oder wirtschaftliches Ergebnis erzielen kann, welches er ohne das Know-how überhaupt nicht oder nicht mit derselben Effizienz erzielt hätte. Das Know-how kann technische oder geschäftliche Daten und Informationen zum Gegenstand haben, u.a.:
  • Technisches Wissen
  • Warenbezugsquellen
  • Preiskonditionen
  • Kundenlisten
  • Konstruktionspläne

Gesetzliche Regelungen

Es gibt kein spezielles Know-how-Schutz-Gesetz, sondern es greifen verschiedene gesetzliche Regelungen ein, je nachdem, in welcher Form das Know-how vorliegt und welcher Aspekt betroffen ist. Rechtliche Bestimmungen zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums sind das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und die Richtlinie 2004/48/EG.
Geheimes Know-how kann durch den wettbewerbsrechtlichen Schutz von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen vor unbefugter Verwertung geschützt sein (§ 17, 18 UWG).

Know-how-Schutz gespeicherter Daten

Know-how, welches in Computern gespeichert ist, kann vor unbefugtem Zugriff und vor Beeinträchtigungen oder Zerstörungen durch die Computer-Straftatbestände des Strafgesetzgesetzbuches geschützt sein (Ausspähen von Daten, Daten- und Computersabotage).
Know-how ist in der Regel keine patentfähige Erfindung und erfüllt meistens nicht die Kriterien für andere Schutzrechte, wie etwa Marken, Geschmacksmuster oder Urheberrechte. In speziellen Fällen, können aber auch diese Schutzrechte, insbesondere das Urheberrecht für den Know-how-Schutz relevant werden. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang der urheberrechtliche Schutz von
  • Datenbanken,
  • Computerprogrammen,
  • technischen Darstellungen und neuerdings auch von
  • technischen Kopierschutzmechanismen.

Praxishinweis

Nur durch den strategisch/taktischen Ansatz eines integralen Schutzkonzeptes mit einer Vielzahl aufeinander abgestimmter Maßnahmen wird es gelingen, die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens auf Dauer zu erhalten. Dazu zählen in erster Linie
  • organisatorische und personelle sowie
  • juristische,
  • versicherungsrechtliche,
  • psychologisch/kommunikative und
  • baulich-technische Maßnahmen
im richtigen Verhältnis zueinander.





Autor: Peter Mnich

Anlass: Know-how-Schutz

Know-how ist in der Regel keine patentfähige Erfindung und erfüllt meistens nicht die Kriterien für andere Schutzrechte, wie etwa Marken, Geschmacksmuster oder Urheberrechte. In speziellen Fällen können aber auch diese Schutzrechte, insbesondere das Urheberrecht für den Know-how-Schutz relevant werden.

Sachbereich: D3 Fachspezifische Themen - IT-Sicherheit

Schlagwörter: Know-how-Schutz, UWG, Schutzkonzept


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