Boorberg Verlag

Novellierung Elektronischer Entgeltnachweis (ELENA)

26.08.2011

Novellierung ELENA (Elektronischer Entgeltnachweis)

Das Wirtschaftsministerium hat zum 18.7.2011 die Einstellung des am 1.1.2010 eingeführten Verfahrens ELENA verkündet. Bürokratieaufwand der Unternehmen sollte reduziert werden. Beschäftigungs- und Lohndaten sollten gespeichert werden und für Berechtigte auslesbar sein. Das Verfahren sollte dem E-Government nützlich sein und dem Mitarbeiter Anträge, z.B. auf Wohngeld, vom eignen PC ermöglichen. Arbeitgeber mussten alle beschäftigungsrelevanten Daten monatlich an die zentrale Stelle von ELENA melden.

Auswirkungen 

Diese Entscheidung hat zur Folge, dass die seit 2010 gespeicherten Datensätze der Beschäftigten (ca. 500 Millionen Datensätze) gelöscht werden müssen und ein Gesetz zur Meldedatenentlastung für die Arbeitgeber verfasst und verabschiedet werden muss. Dieses Gesetz wird bis zum Jahresende 2011 erwartet.

Zukünftige Abwicklung

Die monatliche Entgeltabrechnung auf Papier wird weiterhin bleiben und eine monatliche Erstellung kaum verhindern zu sein. Das ELStAM-Verfahren (ELStAM bedeutet Elektronische Lohnsteuerabzugmerkmale) wird die abgeschaffte Lohnsteuerkarte aber ab 1.1.2012 definitiv ersetzten. Die ELStAM-Daten, gespeichert auf einer Chipkarte, enthalten die Lohnsteuerdaten (Steuerklasse, Freibeträge, Religion u.a.) und werden bei der Steuererklärung eingesetzt.

Ergebnis

Während die Unternehmen seit 2010 Entgeltdaten und mehr aller Beschäftigten an die zentrale Stelle von ELENA gemeldet haben, wird diese Pflicht zukünftig für Unternehmen entfallen.
Die kostenaufwendige Datenlöschung der bis dahin gesammelten Datensätze und das Gesetzgebungsverfahren zur Beendigung des ELENA-Verfahrens sind zusätzliche Kosten.
Am ELStAM-Verfahren wird trotz der Novellierung weiterhin festgehalten.

Praxishinweis

  • Das ELENA Verfahren wird zwar definitiv entfallen, aber rechtskräftig erst zu einem späteren Zeitpunkt.
  • Die monatliche Meldepflicht der Entgeltdaten zum ELENA-Verfahren besteht bis dahin weiterhin für die Unternehmen.
  • Das ELStAM-Verfahren ist von diesen Änderungen nicht betroffen und bleibt weiterhin bestehen.

Autor: Dieter Kaiser

Anlass: Wirtschaftsministerium verkündet zum 18.7.2011 die Einstellung des Verfahrens ELENA

Das Wirtschaftsministerium hat zum 18.7.2011 die Einstellung des am 1.1.2010 eingeführten Verfahrens ELENA verkündet. Bürokratieaufwand der Unternehmen sollte reduziert werden. Beschäftigungs- und Lohndaten sollten gespeichert werden und für Berechtigte auslesbar sein. Das Verfahren sollte dem E-Government nützlich sein und dem Mitarbeiter Anträge, z.B. auf Wohngeld, vom eignen PC ermöglichen. Arbeitgeber mussten alle beschäftigungsrelevanten Daten monatlich an die zentrale Stelle von ELENA melden.

Sachbereich: A3 Aktuelles und Grundlagen - Sonstige Rahmenbedingungen

Schlagwörter: ELENA, Elektronischer Entgeltnachweis, ELStAM-Verfahren


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